Die Homepage der Pfarrgemeinde St. Arnulf in Nickenich

Die Pfarrkiche in Nickenich von Süden betrachtet.
Die drei letzten Neuigkeiten aus der Pfarrgemeinde:
Ortsgemeinde Nickenich ehrte MärtyrerpriesterDie Ortsgemeinde Nickenich ehrte auch dieses Jahr wieder den früheren Nickenicher Pfarrer Johannes Schulz, der im Konzentrationslager Dachau den Hungertod erleiden musste, mit einem Gesteck.. Seit einigen Jahren fährt jährlich eine große Anzahl von Mitglieder der Pfarreiengemeinschaft Kruft, Kretz und Nickenich nach Elm-Derlen im Saarland an das Grab von Pfarrer Schulz. Ortsbürgermeister Gottfried Busch legte jedes Mal nach einer Ansprache ein Gesteck der Ortsgemeinde auf dem Grab nieder. Da Herr Busch dieses Jahr leider verhindert war, vertrat ihn der Pfarreienratsvorsitzende bei der Niederlegung des Gesteckes.
24 07 10 - 00:03 | Christian
Fahrt zum Grabe von Pfarrer Johannes SchulzPfarrer Schulz war von 1935 bis 1942 Pfarrer in Nickenich. Aus seiner Abneigung gegenüber dem Nationalsozialismus machte er in Derlen sowie später in Nickenich keinen Hehl. Am 27. Juni 1940 ereignete sich eine folgenschwere Begegnung mit dem Generalfeldmarschall Hermann Göring. Pfarrer Schulz und Pfarrer Josef Zilliken aus Wassenach hatten sich im Gasthaus Waldfrieden getroffen, wie sie es öfter taten. Als Göring die Gaststätte betrat und später wieder verließ, standen sie nicht auf und grüßten nicht mit dem Hitlergruß. Noch am selben Abend wurden beide Pfarrer auf Anordnung von Generalfeldmarschall Hermann Göring verhaftet und ins Konzentrationslager Sachsenhausen gebracht. Zuletzt waren beide Pfarrer im KZ Dachau inhaftiert. Hier mussten sie schmachvolle Behandlungen und Quälereien über sich ergehen lassen. Entgegen allen Bemühungen der Lageraufseher, sie körperlich und seelisch zu vernichten, behielten die beiden doch ihren Lebensmut und ihren unzerstörbaren Humor. Von der Sorge um seine anvertraute Herde zeugen die vielen erhaltenen Briefe von Pfarrer Schulz aus den Konzentrationslagern an Mitglieder seiner Pfarrgemeinde Nickenich und seine Angehörigen. Seine Mitgefangenen berichteten später, wie er sich um sie gekümmert und sie getröstet hat. Im Frühjahr 1942 wurden die Essensrationen besonders für die Geistlichen im KZ Dachau drastisch gekürzt. Sie sollten den Hungertod erleiden. Zeugen haben berichtet und aufgeschrieben, dass Pfarrer Schulz das schreckliche Verhungern, ein elendes Umkommen, verwandelt hat durch sein eigenes Glaubenszeugnis, indem er das, was im von der bösen Gewalt aufgedrängt wurde, verwandelt hat durch die hingebende Liebe, in dem er sich für seine Herde geopfert hat. Seine letzten Worte an seine Gemeinde waren: „Ich sterbe für meine Gemeinde, damit alle gerettet werden für die Ewigkeit.“ Das ist die Gesinnung eines christlichen Märtyrers. Die Predigt hielt Pfarrer Müller. Hier sind einige wichtige Gedanken aus der Predigt: Den Vers aus dem Johannes-Evangelium „Ich bin der Weg die Wahrheit und das Leben“ danach hat auch Pfarrer Schulz vorgelebt. Er ist den Weg in der Nachfolge Christi unbeirrt gegangen. Diese Wahrheitsliebe und Geradlinigkeit haben seine Freunde ebenso erfahren wie auch seine Gegner. Diese Eigenschaften waren aber seinen Gegnern ein Dorn im Auge. Er hat nicht geschwiegen, er hat die Machenschaften des Naziregimes bei seinen Predigten und wo sich sonst noch eine Gelegenheit bot, angeprangert. Den Bedürftigen in seinen Pfarreien erst in Derlen und später in Nickenich hat er sofort und ohne viel Aufsehen, geholfen. Später in den Konzentrationslagern hat er sein Leiden angenommen und andere Mitgefangene getröstet. Somit verwandelte er sein Leiden, sein elendes Verhungern durch sein eigenes Glaubenzeugnis, dadurch, dass er was ihm von der bösen Gewalt im KZ aufgedrängt wurde, in Liebe zu anderen und zum Glaubenszeugnis für Jesus Christus. So glauben wir auch, dass er bei Gott ist. Der Ort seines Begräbnisses ist ein Ort des lebendigen Erinnerns. Verbinden wir uns mit ihm zum Gebet und sorgen wir dafür, dass dieses Glaubenszeugnis für uns und für die kommenden Generationen fruchtbar wird. Leben wir unseren Glauben so geradlinig und konsequent wie er. Wir haben ja sein Vorbild hier in der Pfarreiengemeinschaft Schwalbach und in der Pfarreiengemeinschaft Kruft, Kretz und Nickenich. Nach der Hl. Messe ging die große Anzahl der Gottesdienstbesucher in einer Prozession zum Grabe von Pfarrer Schulz. Dort segneten beide Pfarrer das Grab und sprachen ein Gebet. Da der Ortbürgermeisters Busch verhindert war, legte der Vorsitzende der Pfarreien- gemeinschaft Kruft, Kretz und Nickenich ein Gesteck von der Ortsgemeinde Nickenich nieder. Wie immer nach der Gedenkfeier, gab es ein frohes Wiedersehen der älteren Elmer und Nickenicher, die von früheren gegenseitigen Besuchen ihrer Vereine freundschaftliche Beziehungen aufrecht halten. Pfarrer Schulz hatte diese gegenseitigen Besuche der Vereine in die Wege geleitet. Danach ging es gegen 13:00 Uhr zum Mittagessen in eine Gaststätte in Elm-Derlen. Nach dem Rundgang besichtigten wir die Ausstellung über das Leben von Pfarrer Schulz im Haus der Begegnung, durch die uns Pfarrer Müller mit vielen Erklärungen führte. Anschließend hatten die Frauen der dortigen Katholischen Frauengemeinschaft für Kaffee und Kuchen gesorgt. Pfarrer Müller musste noch so manche Fragen beim gemütlichen Beisammensein beantworten. Abschließend bedankten sich die Vorsitzende des Kirchenchors und der Vorsitzende der Pfarreiengemeinschaft für die Gastfreundschaft der Pfarrei St. Josef in Derlen und bei Pfarrer Müller, dass er sich für uns so viel Zeit genommen hatte. Danach ging es wieder heimwärts. Gegen 19:00 Uhr kamen wir wieder froh und munter in Kruft und Nickenich an.
- 00:02 | Christian
Seniorenfahrten in NickenichJeweils am 05. Mai und am 09. Juni 2010 um 9:00 Uhr starteten wir mit einem Reisebus in Nickenich und fuhren nach Bonn. Hier besichtigten wir das Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Danach nahmen wir das Mittagessen in Bonn-Beuel im direkt am Rhein gelegenen Restaurant Bahnhöfchen ein. Das Bahnhöfchen ist noch ein Überbleibsel von einer Schmalspurbahnstrecke durch das Bröhlbachtal von Beuel nach Waldbröhl. Von dort ging es weiter nach Königswinter. Mit der Drachenfelsbahn fuhren wir auf den 321 Meter hohen Drachenfels, dem bekanntesten Berg des Siebengebirges. Die Drachenfelsbahn ist die älteste Zahnradbahn Deutschlands. Vom Drachenfels bot sich eine schöne Aussicht ins Rheintal und in die Eifel. Bei Kaffee und Kuchen im Restaurant gab es die Möglichkeit die schöne Aussicht zu genießen. Nach der Talfahrt mit der Drachenfelsbahn ging es mit dem Bus wieder nach Nickenich zurück. Gegen 19:00 Uhr kamen alle wieder froh und munter in Nickenich an. Wir danken der Ortsgemeinde Nickenich für die großzügige Unterstützung der beiden Seniorenfahrten.
05 07 10 - 12:20 | Christian
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